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Freitag, 24. Mai 2013
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Nachricht vom 29.03.2012 16:42 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Halb Schnee, halb Hagel

Was ist eigentlich Graupel?

Hamburg – „Bei wechselnder Bewölkung kommt es verbreitet zu Schnee-, Regen- und Graupelschauern“. So oder so ähnlich heißt es in den Wetterberichten häufig bei Schauerlagen in der kalten Jahreszeit. Unter Schnee und Regen kann sich jeder etwas vorstellen, doch was genau ist eigentlich Graupel, wie entsteht er und was unterscheidet ihn von ähnlichen Niederschlagsformen wie Schnee und Hagel?

Graupel Small
Am Mittwoch sind in der Nordhälfte auch einzelne Graupelschauer möglich. [Bildrechte: wsp] 

Entstehung und Arten

Meteorologen entscheiden insgesamt zwischen drei verschiedenen Arten von Graupel, die auf unterschiedliche Weise entstehen und sich auch vom äußeren Erscheinungsbild unterscheiden. Am bekanntesten und am häufigsten gemeint, wenn in den Medien von Graupel die Rede ist, sind Reifgraupel und Frostgraupel: Reifgraupel ist kugelförmig, komplett undurchsichtig und weich. Meistens tritt er zusammen mit Schneefall bei schauerartigen Niederschlägen auf. Er entsteht, wenn Schneeflocken leicht antauen und in einer kälteren Luftschicht durch anfrierende Wassertropfen zu maximal 5 Millimeter großen Kügelchen verklumpen. Frostgraupel hat ebenfalls einen weichen und undurchsichtigen Kern, ist aber noch von einer durchsichtigen Eisschicht umhüllt. Damit ähnelt er eher dem Hagel, von dem man ab einem Korndurchmesser von 5 Millimetern spricht. Schließlich ist strenggenommen auch noch Griesel oder Schneegriesel eine Form von Graupel. Er entsteht ausschließlich in flachen Schichtwolken bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und weist einen Durchmesser von unter einem Millimeter auf. Ist in den Medien von Graupelschauern die Rede, sind aber ausschließlich die beiden erstgenannten Formen gemeint.

Wann tritt Graupel auf?

Zu Graupelschauern kommt es besonders häufig im zeitigen Frühjahr beim Einströmen von höhenkalten Luftmassen. Ist die Luftfeuchtigkeit gering, was bei einer solchen Wetterlage im Frühjahr relativ häufig der Fall ist, kann selbst bei Temperaturen von bis zu 10 Grad noch Reifgraupel aus den Wolken fallen. Bei Schauerlagen die mit sehr feuchten Luftmassen einhergehen, bildet sich dagegen eher Hagel beziehungsweise Frostgraupel. Am Mittwoch rechnet das Institut für Wetter- und Klimakommunikation im Norden und Osten Deutschlands neben örtlichen Regenschauern auch mit vereinzelten Graupelschauern.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++ 

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