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Nachricht vom 07.01.2016 09:15 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Kommen Schnee und Eis nächste Woche schon zurück?

Winterpause

Hamburg - Im Laufe des Freitags endet der fast eine Woche andauernde "Kampf der Luftmassen" mit einem Sieg der milden Luftmasse. Besonders weit wird die schwere Kaltluft jedoch nicht zurückgedrängt und bleibt über weiten Teilen Skandinaviens, der Ostsee und Osteuropa liegen.

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Vor allem in den Mittelgebirgen könnte es in den nächsten Wochen winterlich werden. [Bildrechte: Oliver Weiner] 

Schnee und Kälte aber nächster Woche vor allem in den Bergen wahrscheinlich

So kann die Kaltluft mit einer Winddrehung auf nördliche oder östliche Richtungen auf kurzem Wege wieder nach Deutschland gelangen. Ein solches Szenario zeichnet sich derzeit auch in den Modellen ab: Mit einem entscheidenden Hochaufbau südlich von Grönland wäre im Laufe der nächsten Woche die Zufuhr milder Luftmassen vom Atlantik blockiert und die Tiefdruckgebiete würden über Mitteleuropa eine südlichere Zugbahn einschlagen. Durch rückseitiges Einfließen der Kaltluft wäre Schnee und Kälte vor allem im Bergland die Folge. Ob sich auch im Flachland nachhaltiges Winterwetter einstellen kann, ist derzeit noch nicht sicher.

Bekommen wir nun doch noch einen kalten Winter?

Nach dem rekordwarmen Dezember hat der Winter in der Nordosthälfte Einzug gehalten und auch in den nächsten Wochen ist das Potenzial für Winterwetter gegeben. Wirft man einen Blick auf die Statistik nach besonders milden Dezembern (mehr als 2,5 Grad über dem Klimamittel), so folgte jedoch in 11 von 14 Fällen ein ebenfalls milder Januar und in 10 von 14 Fällen ein milder Februar. Damit der Winter 2015/16 noch zu kalt ausfällt, müssten Januar und Februar gemittelt um mindestens 2,8 Grad zu kalt ausfallen. Solch eine Abweichung der beiden Monate wurde zuletzt 1987 erreicht, sodass ein zu kalter Gesamtwinter sehr unwahrscheinlich erscheint. Nichtsdestotrotz steht die kälteste Zeit des Jahres erst noch bevor und andauernde Kälteperioden wie beispielsweise im Februar 2012 sind im Bereich des Möglichen. Die bundesweiten aber auch globalen Temperaturrekorde in den letzten Monaten sowie der rekordstarke El Niño sprechen allerdings für wenig Normalität, sodass Extrema in beide Richtungen für den verbleibenden Winter denkbar sind.

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