Jede Temperatur bekommt einen Namen
Was für ein Tag?
Der Tag auf dem Foto wird "Sonnentag" genannt, aber nur inoffiziell. [Bildrechte: www.wetterspiegel.de]
Hamburg – An diesem Wochenende kommt der Frühling in Deutschland so richtig in Schwung. Temperaturen über 25 Grad sind möglich. Ist das nun ein Frühlingstag oder schon mehr?
Meteorologen definieren sich den Sommer
Wer welche Temperatur wie empfindet, ist sehr subjektiv. Während der eine schon bei 20 Grad mit kurzer Hose unterwegs ist, fangen andere erst bei 30 Grad an zu schwitzen. Meteorologisch betrachtet ist aber genau dann ein Sommertag gegeben, wenn die Tageshöchsttemperatur mindestens 25 Grad erreicht, gemessen in zwei Metern Höhe. Sobald 30 Grad oder mehr erreicht werden, spricht man sogar von einem heißen Tag. Dabei ist es unerheblich, zu welcher Jahreszeit die entsprechenden Temperaturen auftreten und welches Wetter herrscht. Da es auch nachts relativ warm sein kann, haben sich die Meteorologen die Tropennacht ausgedacht. Dazu darf die nächtliche Tiefsttemperatur nicht unter 20 Grad fallen, was oft nur im Sommer möglich ist.
Statistik: Wo in Deutschland gibt es die meisten heißen Tage?
Heiße Tage mit über 30 Grad gibt es in Deutschland statistisch am meisten Richtung Süden. So kann in Frankfurt am Main an neun und in Stuttgart an acht Tagen ordentlich geschwitzt werden. Einen kühlen Kopf hingegen bewahren die Norddeutschen mit gerade mal drei heißen Tagen in Osnabrück und einem Tag auf Norderney.
Und was ist im Winter?
Auch für winterliche Temperaturen existieren in der Meteorologie bestimmte Begriffe. Sobald das Tagesminimum unter 0 Grad sinkt, hat man es mit einem Frosttag zu tun. Noch drastischer ist der Begriff Eistag, der verwendet wird, wenn die maximale Temperatur unter 0 Grad bleibt. Doch genießen wir jetzt erst einmal die kommenden Sommertage im Frühling.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Daniel Wünsch vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation.