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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Nachricht vom 12.10.2017 08:28 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

OPHELIA steuert auf Irland zu

Stärkste Tropensturm auf dem Nordostatlantik

Mit Mittelwinden von teils 180 Km/h gilt OPHELIA als stärkster Hurrikan, der je in dieser nördlichen Breite gemessen worden ist. Mehr noch, noch nie wurde seit Beobachtung ein Kategorie 3 Hurrikan so nahe vor der europäischen Küste beobachtet. Aktuell steuert OPHELIA weiter auf Großbritannien und Irland zu und bewegt sich mit gut 55 Km/ h weiter nordostwärts. Da die Wasseroberflächentemperaturen mit jedem Kilometer weiter gen Norden zurück gehen, schwächt sich auch OPHELIA weiter ab. Dennoch muss davon ausgegangen werden, dass OPHELIA mit voller Hurrikanstärke am Montagnachmittag auf Irland trifft. Das heißt zum Teil Spitzenböen von über 150 Km/h und mächtigen Wellen die 10 bis 12 Meter Höhe erreichen können. 

Ophelia_2017
Ophelia bringt aller Voraussicht nach in Irland und Großbritannien am Montag und Dienstag mit Orkanwinden massive Schäden [Bildrechte: NHC (NATIONAL HURRICANE CENTER)] 

Irland ist eigentlich sturmerprobt, doch eher im Winter als im Oktober. Wie schon Orkan XAVIER in Deutschland für massive Schäden sorgte, kann es nun Irland hart treffen. Denn auch hier sind die Bäume noch meist stark belaubt. So hat der Wind hier eine deutlich größere Angriffsfläche als im Winter. So können, wie auch schon in Deutschland, viele Bäume entwurzelt werden. Alles was diesen Wind ausgesetzt ist, kann zu Schaden kommen. Menschen auf Irland und auf Groß Britannien sollten in ihren Häusern bleiben und den Orkan abwarten oder zumindest Bäume meiden. Auch das Vieh sollte in Sicherheit gebracht werden. 

Bei uns in Deutschland wird man von OPHELIA weniger mit bekommen. Doch im Laufe der neuen Woche geraten wir wieder in die sogenannte Westwinddrift, wobei sich am Rande größerer Tiefdruckdruckgebiete kleinere, dafür "giftigere" Sturm- oder auch Orkantiefs entwickeln können. So kann es zum Ende der Woche wieder deutlich windiger bei uns zu gehen. 

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Kent Heinemann und Peter Schwarz vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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