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Freitag, 14. Dezember 2018

Nachricht vom 19.09.2011 19:33 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Bereits mindestens 13 Tote

Update: „Roke“ trifft auf japanisches Festland

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"Roke" erreicht japanisches Festland [Bildrechte: www.wunderground.com] 

Update: 22.09.11, 11:30 Uhr - Der Taifun ,,Roke‘‘ zog am Mittwoch mit voller Macht über Japan hinweg. Durch die gewaltigen Niederschläge kam es zu immensen Überflutungen und ganze Landstriche wurden durch die Wassermassen überflutet. In Sendai fielen alleine von Dienstagfrüh bis Donnerstagfrüh 277 Liter Regen pro Quadratmeter. ,,Roke‘‘ zog über das Atomkraftwerk Fukushima, wo es nach derzeitigem Stand zu keinen gröberen Vorkommnissen gekommen ist. Alleine in Tokio waren mehr als 200.000 Haushalte ohne Strom. Mindestens 13 Menschen kamen ums Leben und am Flughafen wurden rund 450 Flüge gestrichen. Der Autokonzern Toyota stellte vorübergehend in den einzelnen Werken seine Produktion ein.

Wetterlage bessert sich langsam

Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation, rechnet damit, dass sich die Wetterlage langsam bessern wird und, dass in den kommenden Tagen mit keinem neuerlichen Taifun zu rechnen ist. Es wird aber noch Tage dauern bis sich die Situation in den betroffenen Gebieten beruhigt hat.

Update: 21.09.11, 11:15 Uhr - Der tropische Wirbelsturm „Roke“ hat mit Kategorie 1 das japanische Festland erreicht. Dabei traf er die Zentralregion Tokai 200 km südwestlich von Tokio und weht dort zurzeit mit maximalen Windböen bis 200 km/h und weiteren heftigen Regenfällen über das Land. Zuvor streifte der Sturm bereits die Kii-Halbinsel mit ähnlichen Windgeschwindigkeiten.

Toyota unterbricht Produktion

Der japanische Automobilhersteller Toyota unterbricht in dem Großteil seiner Werke auf Grund des Sturms aus Sorge um die Mitarbeiter seine Produktion. Der größte japanische Autokonzern kündigte an, dass die Maschinen in den betroffenen Werken den ganzen Tag still stehen werden. Wann die Arbeit wieder aufgenommen wird, sei noch unklar. 11 von den insgesamt 15 Werken liegen in der Region Aichi, ganz in der Nähe, wo der Taifun auf Land traf.

Keine  Gefahr für Atomruine in Fukushima

Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) rechnet weiterhin damit, dass „Roke“ auf seiner weiteren Zugbahn unter Anderem auch über die Millionenmetropole Tokio und die Atomruine des im März havarierten Atomkraftwerks in Fukushima zieht. Ein Sprecher der Betreibergesellschaft Tepco erklärte allerdings, dass zwar die Arbeiten an der Atomruine unterbrochen worden seien, aber keine Gefahr für die Kühlsysteme bestehe.

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Update: 20.09.11 17 Uhr – Über eine Million Menschen wurden von den örtlichen Behörden aufgefordert ihre Häuser zu verlassen und sich vor dem Taifun in Sicherheit zu bringen. „Roke“ hat mittlerweile die Kategorie 4 erreicht und befindet sich  zurzeit mit maximalen Windböen von 260 km/h etwa 300 km südöstlich der Kii-Halbinsel. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) rechnet heute im Gegensatz zu gestern allerdings mit einer knapp 100 km östlicher verlaufender Zugbahn des Taifuns. Für Japan bedeutet dies, dass „Roke“ in einem Gebiet mit viel Industrie zwischen Tokio und Kyoto mit mittleren Windgeschwindigkeiten über 140 km/h und Böen bis 170 km/h auf Land treffen wird. Danach zieht der Sturm nach Nordwesten über Tokio hinweg in Richtung der Atomruine von Fukushima.

Bereits im Vorfeld heftige Regenfälle

Schon vor Ankunft des Taifuns gingen im Süden und Westen des Landes heftige Regenfälle nieder. In Nagoya stand die U-Bahn zum Teil unter Wasser. In mehreren Landesteilen mussten Autobahnen gesperrt werden und der Zugverkehr kam teilweise zum erliegen. In Tokoshima fielen in den letzten 24 Stunden bereits 300 Liter Regen pro Quadratmeter.

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Tokio – „Roke“ ist ein Taifun der Kategorie 1 und liegt momentan südöstlich von Japan. Bis Donnerstag wird er nordwärts über die Insel hinweg ziehen, während er sich zu einem tropischen Sturm abschwächen wird. Aller Voraussicht nach wird „Roke“ in der Nacht zu Mittwoch mitteleuropäischer Zeit bei den Präfekturen Wakayama und Nara auf Land treffen. Neben den zu erwartenden Orkanböen stellen hier die enormen Regenmengen, die in dieser Region erwartet werden, eine Gefahr dar. Durch die zunächst relativ geringe Zuggeschwindigkeit über dem südlichen Teil der Insel rechnet das Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) verbreitet mit 200 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter binnen 48 Stunden. Örtlich können Regenmengen bis 500 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. 

Bedrohte Region hat den letzten Taifun noch nicht verdaut

Die Böden und Dämme der Region sind durch den Taifun „Talas“  stark aufgeweicht, so dass schon geringe Niederschläge gefährlich sein können. „Talas“ zog Anfang des Monats über den Süden und Westen Japans hinweg und führte zu zahlreichen Überflutungen und Erdrutschen, besonders in Wakayama. Dutzende Menschen kamen durch die Fluten oder einstürzende Häuser ums Leben. Die Regierung hat Anfang der Woche Pumpwagen in die betroffene Region geschickt, um die labilen Dämme zu entlasten. Trotzdem muss in den Regionen mit weiteren Erdrutschen, Sturzfluten und großflächigen Überflutungen gerechnet werden.

Sturm zieht auch über Tokio und Fukushima

Auch die Millionenstadt Tokio wird von dem fünfzehnten Taifun der Saison nicht verschont bleiben. Im Laufe des Mittwochs werden Ausläufer des Sturms auch hier mit starken Regenfällen und teils orkanartigen Böen erwartet. Die Küsten der Regionen müssen sich zudem auf teils meterhohe Wellen einstellen.  Zwar werden die Regenmengen und Windböen in Fukushima nicht so stark ausfallen wie in der Millionenmetropole Tokio, trotzdem muss man sich auch in der Region, die seit dem heftigen Erdbeben im März dieses Jahres unter den Folgen der schweren Reaktorkatastrophe zu leiden hat, auf Sturm und kräftigen Niederschlag vorbereiten.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Sascha Ackenhausen vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation +++

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