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Montag, 22. Mai 2017

Nachricht vom 15.05.2017 08:01 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Teils schwere Gewitter und kräftige Schauer

Unwetter zum Ende der Woche

Am Freitag bleibt uns die Gewitterluft, insbesondere über der Mitte Deutschlands, erhalten. Auch hier muss lokal mit Starkregen, Hagel und Gewitterböen gerechnet werden. Wogegen die Wärme im Westen schon heute weitestgehend ausgeräumt wird, kann sich die Wärme im äußersten Osten bis zum Freitag halten. Erst zum Wochenende wird es in ganz Deutschland wieder kühler und die Unwettergefahr ist vorüber. 

Gewitter ber der Elbe
Unwetterartige Gewitter drohen vor allem in der Mitte Deutschlands [Bildrechte: Devrim Zeybek] 

Wie entstehen Tornados?

Einfach ausgedrückt wird bei einem Tornado die aufsteigende Luft in einem Gewitter in Rotation versetzt. Ist die Geschwindigkeit und der Temperaturunterschied zwischen Boden und Wolkenuntergrenze groß genug, kann daraus ein Tornado entstehen. Dabei unterscheidet man zwei Tornadoarten. Den mesozyklonalen und nicht-mesozyklonalen Tornados. Mesozyklonale Tornados entwickeln sich in der Regel in sogenannten Superzellen. Das sind mächtige Gewitter mit einer recht langen Lebensdauer und vor allem mit einem rotierenden Aufwindkanal, der weit über die Wolkenuntergrenze reicht. Sind die vertikalen Temperaturunterschiede besonders groß, kann daraus ein Tornado entstehen. Dabei nimmt der „Wolkenrüssel“ die Rotation der Gewitterwolke mit auf. Durch den Pirouetteneffekt werden dabei die Winde um diesen „Rüssel“ um so stärker, je kleinräumiger er wird. Dabei können Windgeschwindigkeiten von über 500 Km/h erreicht werden. Nicht-mesozyklonale Tornados benötigen dagegen keine Superzelle. Meist werden diese durch einen starken Aufwind im Gewitter erzeugt, der durch eine Windscherung in Rotation versetzt wird. Dabei ist eine Windscherung durch unterschiedliche Windgeschwindigkeiten und -richtungen in unterschiedlichen Höhen gekennzeichnet. Die stärksten Tornados sind mesozyklonale Tornados, wogegen nicht-mesozyklonale Tornados etwas schwächer sind, doch mit Windgeschwindigkeiten von teils über 150 Km/h sind diesen ebenso brandgefährlich!

Warum werden mehr Blitze geortet als wahrgenommen?

Blitzortungssysteme empfangen elektromagnetische Wellen, die unter anderem von Blitzentladungen ausgehen. Diese sogenannten Sferics kennt man noch als knisternde oder krachende Störgeräusche beim analogen Radioempfang. Auf Echtzeitkarten kann man im Internet mittlerweile die Ergebnisse von Blitzortungsnetzen betrachten und sieht annähernd genau, wann und wo ein Blitz eingeschlagen hat. Oftmals werden aber auf diesen Karten viel mehr Blitze angezeigt, als wir wahrnehmen. Zum einen werden, durchaus gewollt, sowohl Dunkelfeldentladungen als auch Blitze in höheren Wolkenschichten registriert. Zum anderen besteht ein für uns sichtbarer Blitz in Wirklichkeit aus mehreren Entladungen binnen Sekundenbruchteilen. Wir nehmen dies als ein Flackern des Blitzes wahr. Im Durchschnitt sind es vier bis fünf Entladungen, die einen Blitz bilden, es können aber auch deutlich mehr sein. Die Blitzortungssysteme registrieren jede dieser Einzelentladungen und so sieht es danach auf der Karte aus, als habe der Blitz an ein und demselben Ort mehrfach eingeschlagen, dabei waren es einfach nur zahlreiche Entladungen in einem Blitzkanal. 

Warum wird die Milch schlecht bei Gewittern?

Für dieses altbekannte Alltagsmysterium kursierten bereits mehrere Erklärungsansätze. Der erste bezog sich auf die höhere Luftfeuchtigkeit in schwüler Gewitterluft, die im Einklang mit hohen Temperaturen besonders förderlich für das Bakterienwachstum ist. Und diese sorgen dafür, dass die Milch sauer wird. Das stimmt einerseits, reicht aber als Erklärung nicht aus. Denn dann dürfte die Milch im Kühlschrank nicht schlecht werden, herrschen doch dort immer dieselben klimatischen Verhältnisse. In den Verdacht kamen daraufhin die elektromagnetischen Entladungen, die sogenannten sferics, welche die Tätigkeit der Milchsäurebakterien anregen sollten. Ein Forschungsexperiment zweier Schülerinnen widerlegte aber im Labor diese Theorien. Weder die Temperatur noch Blitze beziehungsweise Funken hatten einen Einfluss auf die Milch. Wohl aber das durch Ladungstrennung entstehende elektromagnetische Feld, das auch die Ursache für ein Gewitter darstellt. Zwischen den Platten eines Kondensators konnte nach einem Tag eine deutliche Absenkung des pH-Wertes in der Milch gemessen werden. Und dieses elektromagnetische Feld durchdringt auch Wand und Tür eines Kühlschranks. Damit die Milch auch Gewittertage übersteht, müsste der Kühlschrank also in einen faradayschen Käfig gebaut werden. Vielleicht eine Anregung für Ingenieure. 

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