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Dienstag, 26. September 2017

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Heiße Tage und Nächte in der Stadt

Grünflächen und helle Dächer sollen das Stadtklima kühlen

Dachbepflanzung
In Stadtgebieten sind die Temperaturen Tag wie Nacht höher als in ländlichen Gebieten. Um diesen Abweichungen in der Stadt entgegenzuwirken, sollen Grünflachen oder hellere Oberflächen auf den Dächern angelegt werden. [Bildrechte: www.youtube.com] 

Wien - In Stadtgebieten sind die Temperaturen Tag wie Nacht höher als in ländlichen Gebieten. Um diesen Abweichungen in der Stadt entgegenzuwirken, sollen Grünflachen oder hellere Oberflächen auf den Dächern angelegt werden.

Kühlere Bedingungen durch Veränderung der Dachoberflächen

Durch die hohen Temperaturen wird das Wohlbefinden eingeschränkt, denn zum Beispiel nachts kann man bei dieser Wärme schlechter schlafen. Um diesen Bedingungen entgegenzuwirken, werden neue Methoden entwickelt. Damit sich die Dächer und Gebäude über den Tag hinweg nicht so stark aufheizen, muss ein größerer Anteil der Strahlung reflektiert werden. Diesen Effekt erreicht man, indem die Flächen heller gestaltet und somit die Reflexionsrate, genannt Albedo, erhöht. Denn der Anteil der reflektiert wird, wirkt nicht erwärmend. Zum anderen haben Grünflächen einen kühlenden Effekt, denn die Pflanzen enthalten Flüssigkeit, welche beim Verdunsten durch die Hitze die Umgebung kühlt. Dieses Phänomen nennt sich Verdunstungskälte.

Ein Drittel weniger Hitzetage

Bei einem Stadtklimaprojekt namens KELVIN für Wien hat sich gezeigt, dass mit städtebaulichen Maßnahmen die Möglichkeit besteht die Anzahl der Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von über 30 Grad um 29 % zu reduzieren. Dies ist sehr relevant, da in den letzen Jahrzehnten die Anzahl der Tage mit über 30 Grad um 50 % zugenommen haben.

Höhere Temperaturen in der Stadt als im Umland

Vor allem in den Städten sind nicht nur die Tage, sondern auch die Nächte während Hitzephasen wärmer als in ländlichen Gebieten. Das liegt daran, dass die Gebäude, Dächer und andere Stein- beziehungsweise Betonflächen während des Tages die Wärme speichern. Darauf folgend wird in der Nacht die gespeicherte Wärme an die Umgebung abgegeben und erwärmt somit die Luft. Es kommt in städtischen Regionen damit häufiger vor, dass es eine Tropennacht gibt, wobei der Tiefstwert nicht unter die 20 Grad Marke sinkt.

Quelle: Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)

 

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