Warschau – Ein starker Tornado hat am Samstagabend in der Nähe der Stadt Stuhm in Nordpolen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Bei Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern wurden Bäume entwurzelt, Stromleitungen unterbrochen und Häuser abgedeckt. Ein Mensch kam ums Leben, zehn weitere wurden verletzt.
Der Tornado zog mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern über insgesamt acht Landkreise hinweg. Auf seinem Weg richtete er auch in mehreren Ortschaften erhebliche Schäden an. Etwa 100 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt, darunter auch ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude in Barlewice (Pommern). In Wycinki starb ein 60-Jähriger beim Einsturz seine Ferienhauses. Der Tornado zog ebenfalls durch den Nationalpark Bory Tucholskie, wo er eine 800 bis 1000 Meter breite Schneise in der Landschaft hinterließ. Schätzungen zufolge wurden durch den Sturm etwa 400 Hektar Waldfläche zerstört. Ein eindrucksvolles Video mit Luftaufnahmen der Schneise findet sich hier.
Tornado der Kategorie 2
Mit geschätzten Windgeschwindigkeiten von etwa 200 Stundenkilometern erreichte der Tornado auf der fünfteiligen Fujita-Skala. Der Tornado bildete sich im Zusammenhang mit starken Schauern und Gewittern. Bereits in den vergangenen Wochen kam es in Teilen Polens immer wieder zu Schäden durch schwere Unwetter.
+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++
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