Mein Wetter 
 Europa  >  Deutschland  >
Mittwoch, 26. November 2014
Stellenangebote des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation

Nachricht vom 07.03.2012 10:44 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Wenn's in der Nase juckt

Die ersten Pollen

Hamburg – In milden Wintern lassen die ersten Pollen schon im Februar vielen Allergikern die Augen tränen und die Nase laufen. In diesem Jahr sorgte die ungewöhnliche Kälteperiode in der ersten Februarhälfte jedoch für eine verzögerte Vegetationsentwicklung. Erst jetzt beginnen die ersten Hasel- und Erlenpollen zu fliegen.

Birkenpollen
Die besonders aggressiven Birkenpollen sind zwar noch nicht unterwegs, doch kann auch der Blütenstaub von Hasel und Erle allergische Reaktionen auslösen. [Bildrechte: © DPA] 

Hasel und Erle blühen

Wer in diesen Tagen vom Heuschnupfen geplagt wird, leidet höchstwahrscheinlich an einer Hasel- oder Erlenpollenallergie. Vor allem in den klimatisch begünstigten Regionen in West- und Südwestdeutschland stehen diese Bäume in voller Blüte. Im Laufe dieser Woche wird sich von Südwesten her zunehmend mildes und überwiegend trockenes Frühlingswetter durchsetzen, sodass die Pollenkonzentration in der Luft nach einer etwas schwächeren Phase zu Wochenbeginn wieder steigen dürfte.

Saison geht von Januar bis Oktober

In ganz besonders milden Wintern fliegen die ersten Hasel- und Erlenpollen bereits im Januar. Im Februar und März verbreiten die blühenden Kätzchen dieser Bäume den meisten Blütenstaub. Für Allergiker hat die Leidenszeit dann allerdings noch längst nicht ihren Höhepunkt erreicht: Ein Großteil der Laubbäume, wie zum Beispiel Birke, Eiche, Pappel und Buche, blühen zwischen März und Mai. Ab dem Frühsommer kommen die heimischen Nadelbäume sowie zahlreiche Gräser- und Getreidesorten hinzu. Eine der allergensten Pflanzen überhaupt bildet das Schlusslicht: Die aus Nordamerika eingeschleppten zu den Korbblütlern gehörenden Ambrosien lassen ihre Blüten bis in den Oktober hinein geöffnet. Fast komplett pollenfrei sind hierzulande nur die Monate November und Dezember.

Was tun gegen Heuschnupfen?

Das beste Mittel gegen Heuschnupfen ist natürlich, sich zur Zeit des stärksten Pollenfluges möglichst wenig im Freien aufzuhalten. Da diese Phasen jedoch meist mit sonnigem und trockenem Wetter einhergehen, fällt es gerade dann natürlich häufig schwer, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen. Doch lassen sich auch im Freien vorbeugende Maßnahmen treffen: Eine Sonnenbrille schützt beispielsweise davor, dass die Pollen in die Augen geraten. Auf Anstrengungen im Freien sollte grundsätzlich verzichtet werden, da dann der Blütenstaub besonders tief in die Atemwege gerät und allergische Reaktionen verstärken könnte. Auch für die Nächte lassen sich Vorkehrungen treffen. So sollte Straßenkleidung, an der sich am Tag Pollen abgelagert haben, nicht im Schlafzimmer abgelegt werden. Auch gründliches Haarewaschen am Abend schafft Abhilfe für die Nacht. Wem dies alles nicht hilft, dem sei gesagt, dass es auch Regionen gibt, in denen die Pollenbelastung nur sehr gering ist: An den Küsten und im Hochgebirge ist die Luft nahezu pollenfrei.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Malte Eggers vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++ 

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen Diese Seite zu Google-Lesezeichen hinzufügen Diese Seite zu del.icio.us hinzufügen Diese Seite zu LinkArena hinzufügen oneview - das merk ich mir!
Diese Seite gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf einen der nebenstehenden Buttons, um Sie zu Ihren bevorzugten Favoritenseite hinzuzufügen.
Wetterspiegel Alle auf dieser Site zur Verfügung gestellten Informationen sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
Bitte beachten Sie auch unser Impressum und unsere AGB.