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Freitag, 27. Mai 2016
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Nachricht vom 06.01.2015 15:07 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

An der See und auf den Bergen droht Orkan

Drei Sturmtiefs in drei Tagen

Hamburg – Deutschland von Donnerstag, Freitag und vor allem am Samstag eine flächendeckende Sturmlage mit der Gefahr extremer Orkanböen auf den Bergen, Orkanböen und Sturmfluten an den Küsten sowie schweren Sturmböen im Binnenland

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Sturm und teilweise auch Orkan kommen in den nächsten Tagen auf Deutschland zu. An der Nordseeküste muss mit Sturmfluten gerechnet werden. [Bildrechte: youtube.com] 

„Am Donnerstag beginnt für Deutschland eine Sturmlage, bei der in rascher Folge drei Tiefdruckgebiete unser Wetter stark beeinflussen werden. Am Donnerstag erreicht uns zunächst Sturmtief „DANIEL“, welches neben ersten Sturmböen im Flachland für  Orkanböen auf den Gipfeln der Mittelgebirge sorgen wird. Dabei ist vor allem am Donnerstagnachmittag und Abend im Alpenvorland auch mit schweren Sturmböen bis 90km/h und in der Region schweren Orkanböen bis 140km/h auf den Bergen gerechnet werden. Tief „DANIEL“ bringt zusätzlich viel Regen. Verbreitet fallen in Deutschland am Donnerstag 5 bis 15 Liter Regen. Während des starken Regens lässt der Wind vorübergehend nach.

 

Freitag: In der Nacht zum Freitag erreicht Orkantief „ELON“ mit seinem Windfeld die Britischen Inseln. Hier ist mit schwerem Orkan zu rechnen. „ELON“ zieht am Freitag über Dänemark hinweg und bringt Deutschland und Dänemark im Tagesverlauf flächendeckend die Gefahr schwerer Sturmböen bis 110km/h. An den Küsten und auf den Bergen sind Orkanböen über 120km/h zu erwarten. Auf den Gipfeln der Mittelgebirge und in Dänemark erwarten wir schwere Orkanböen um 140km/h. Auf den Gipfellagen der Alpennordseite sind Böen um 150km/h zu erwarten. In der Nacht zum Samstag bleibt der schwere Sturm über dem Alpenvorland erhalten.

 

Samstag: Nach insgesamt kurzer Wetterberuhigung in der Nacht zum Samstag folgt Orkantief „FELIX“, das ebenfalls nördlich an Deutschland vorbei zieht und den Westen und Nordwesten Deutschland bereits in den frühen Morgenstunden schwere Sturmböen bringen wird. Im Tagesverlauf erwarten wir in ganz Deutschland schwere Sturm- und orkanartige Böen bis 110km/h. An der Nordseeküste erwarten wir mittags und nachmittags einzelne schwere Orkanböen um 140km/h. Die schwersten Böen des Orkans könnten auf dem Brocken registriert werden. Einzelne Böen können am Samstag-Nachmittag hier mit bis zu 180km/h registriert werden. Nachmittags nimmt der Wind auch in Süddeutschland wieder deutlich zu. Auf den Gipfellagen der Gebirge sind hier schwere Orkanböen um 140km/h zu erwarten, im Alpenvorland treten schwere Sturmböen, örtlich orkanartige Böen bis 110km/h auf. In der Nacht zum Sonntag beruhigt sich die Wetterlage.

Vor allem im Norden bleibt es aber bis Mitte der kommenden Woche, von kurzen Pausen abgesehen, stark stürmisch.

Gefahr mehrerer Sturmfluten

In Folge der Stürme „ELON“ und „FELIX“ ist an der Nordseeküste mit Sturmfluten zu rechnen. Auch sind in Folge des Orkans „FELIX“ schwere Sturmfluten nicht ausgeschlossen. Für eine genaue Prognose ist es zu früh. Durch hohe Wasserstände und starken und sehr hohen Wellengang stellen die Stürme eine Gefahr für die Küstenlinie am Kliff auf Sylt dar. Gleichzeitig ist mit extrem niedrigen Wasserständen an der Ostsee zu rechnen. Wälder sollten gemieden werden und unter Bäumen sollte nach Möglichkeit nicht geparkt werden. Wir erwarten Beeinträchtigungen im Schiffs-, Bahn-, Flug- und Autoverkehr. Wir erwarten zweitweise Sperrungen von Hochbrücken und Verbindungen zu den Inseln.“

Frank Böttcher, Direktor Institut für Wetter- und Klimakommunikation

Erwartete Folgen

Bei Sturmereignissen in dieser Form ist stets mit Forstschäden durch umstürzende Bäume zu rechnen.

Entsprechend sind Behinderungen und Gefahren durch umstürzende Bäume in Waldgebieten, auf Straßen und Schienen wahrscheinlich. Es ist in Folge des Sturms mit Zugverspätungen und –Ausfälle (u.a. Syltshuttle) sowie Beeinträchtigungen im Flugverkehr (auch zu den Inseln der Nordsee) zu rechnen. Es sind Sperrungen von Straßen und Brücken in Norddeutschland (z.B. Fehmarnsundbrücke, Raderhochbrücke) ebenso zu erwarten, wie die Einstellung von Schiffsverbindungen zu den Inseln der Nordsee und auf der Ostsee. Es besteht Gefahr für Seeschiffe im Einzugsbereich des Orkans auf Nord- und Ostsee. In Folge von Sturmfluten sind Überflutungen der bei Sturmfluten gefährdeten Bereiche zu erwarten.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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