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Freitag, 24. November 2017

Nachricht vom 10.06.2011 13:16 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Fluten bringen Stausee zum Überlaufen

Update: Hochwasserlage in China immer dramatischer

Update, 23.06.2011 - 10:15 Uhr - Die starken Regenfälle haben im Osten Chinas zum schlimmsten Hochwasser seit 56 Jahren geführt. Am Dienstag ist ein großer Stausee übergelaufen, trat über den Damm und brachte weitere Überschwemmungen. Von den Fluten in der Provinz Zhejiang sind mittlerweile zehn Städte und vier Millionen Menschen betroffen, berichten die Behörden. Nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur sind bereits 8.500 Häuser eingestürzt.

Suedchina Unwetter
Heftige Unwetter und starke Regenfälle führten in Südchina und auf den Philippinen zu Überschwemmungen und Erdrutschen. [Bildrechte: Getty Images/Getty] 

Im Süden des Landes, das ebenfalls von Hochwasser betroffen ist, kamen mindestens acht weitere Menschen ums Leben, vielen werden noch immer vermisst. Nach langer Dürre leiden die Gebiete rund um den Jangtse-Fluss sowie in der Region Guangxi im Südwesten des Landes seit knapp zwei Wochen unter sintflutartigen Regenfällen. In den nächsten Tagen soll es weiter heftig regnen, die dortigen Meteorologen gehen nicht von einer baldigen Entspannung der Lage aus.

Update, 17.6.2011, 10:50 Uhr - Die Überschwemmungen in China nehmen immer größere und schlimmere Ausmaße an: Chinesichen Medienberichten zufolge mussten bereits mehr als eine halbe Million Menschen im Süden und in der Mitte des Landes vpr den Fluten in Sicherheit gebracht werden.

Mittlerweile hat die Regierung die höchste Katastrophenalarmstufe in den betroffenen Gebieten ausgerufen. Die Überschwemmungen werden von offizieller Seite in manchen Gebieten als die schlimmsten seit 1955 betitelt.

Sintflutartige Regenfälle hatten in einzelnen Provinzen im Jangtse-Becken zu Überschwemmunmgen und Erdrutschen geführt.

Eine Wetterberuhigung ist auch weiterhin nicht in Sicht: Es werden weitere Regenfälle erwartet. Erst am Sonntag wird sich die Menge des Niederschlags verringern.

Update, 16.6.2011, 12:30 Uhr -Die vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation angekündigten heftigen Regenfälle haben in China schwere Schäden verursacht. Nach Angaben der dortigen Behörden ist die Zahl der Totan nach den schweren Überschwemmungen mittlerweile auf mindesten s 105 gestiegen, mehr als 60 Menschen werden noch vermisst. Die heftigen Niederschläge haben vor allem die Provinzen Hubei, Hunan, Jiangxi und Guizhou getroffen. Bereits am 3. Juni hatten diese begonnen. Chinesische Meteorologen bezeichneten die Unwetter als ein Jahrhundertereignis in dieser Region. Die Fluten der Überschwemmungen zerstörten nach Angaben der Behörden mehr als 27.000 Gebäude und 465.000 Hektar Ackerland - das entspricht ungefähr der gleichen Fläche des Ruhregebietes.

In den kommenden Tagen ist keine Wetterberuhigung in Sicht: Es werden weitere heftige Regenfälle in der Mitte und im Süden Chinas erwartet. Bei weiteren Regenfällen könnte dann auch der Jangtse, der längste Fluss der Volksrepublik, über die Ufer zu treten.

Hongkong - In Südostchina und auf den Philippinen kam es in den letzten Tagen zu ergiebigen Niederschlägen. Dabei kamen nach Aussagen der örtlichen Behörden mindestens 34 Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche ums Leben. Derzeit bestimmt die Region der alljährlich auftretende Südwestmonsun, der von Mai bis September starke Niederschläge hervorbringt.  Kommt, wie im Fall der Philippinen, noch ein Tropensturm hinzu, addieren sich schnell die Unglücke.

Bis zu 3000 Liter Regen in den Sommermonaten

Die meisten Unglücke passieren tatsächlich durch Erdrutsche. 90 Prozent des Gesamtniederschlages fällt in China in den Sommermonaten. Dabei können in Stauregionen Jahresniederschläge bis 3000 Liter pro Quadratmeter zusammen kommen. Im Vergleich zu Hamburg, mit einem mittleren Jahresniederschlag von ca. 750 Liter pro Quadratmeter, ist das die vierfache Menge - und das in den Sommermonaten. Der vergangene Unwettermontag in der Hamburger Innenstadt mit Niederschlägen bis 88 Liter in wenigen Stunden ist sozusagen in den Sommermonaten im Süden Chinas Alltag.

Keine Wetteränderung in Sicht

Auch in den nächsten Tagen, so die Meteorologen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, kommen ergiebige Regenmengen in der Region zusammen. Tiefdruckgebiete über Zentralchina sorgen wiederholt für ein Anzapfen der feucht-warmen Luft über dem Pazifik.

 +++ Dieser Artikel wurde erstellt von Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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