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Dienstag, 26. September 2017

Nachricht vom 07.06.2011 08:23 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Ausnahmezustand in Hamburg - Tornado in Belgien

Das Unwetter

Update - 12:30 Uhr - Bei der Wetterlage hat sich in Belgien ein Tornado gebildet. In der Region Limburg bei Koersel konnte ein Hobbyfilmer diese Windhose einfangen.

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Überschwemmte Straßen in Hamburg. Starniederschläge brachten den Verkehr am 06.06.2011 in Hamburg zum Erliegen. [Bildrechte: youtube.com] 

Hamburg - Mit den kräftigen Unwettern am vergangenen Montag kam es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen. Besonders in Hamburg und Berlin mussten einige Unterführungen geschlossen werden, da sie überspült waren. Mit einer Niederschlagsmenge von 40 Litern in wenigen Stunden in Hamburg war der Regen sehr ergiebig. An vergangenen Tagen hatte es auch im Süden Europas heftige Niederschläge gegeben: In Italien beispielsweise regnete es binnen drei Stunden 100 Liter.

Starkniederschläge sind in Großstädten immer ein Problem

Problematisch in Großstädten ist die Logistik des Abwassertransports. Die Straßen und Wege sind meist betoniert und zu wenige Gullys müssen bei solchen Niederschlägen das komplette Wasser auffangen.

Kurz vor 16 Uhr ging es los

Ein Mann wurde in Hamburg von einem Blitz getroffen, ein Einkaufszentrum in der Innenstadt musste evakuieren, weil das Wasser von der Decke schoss. Die Europapassage in Hamburg musste ebenfalls evakuiert werden. In vielen Straßen Hamburgs ging  nichts mehr. Zwischen 16 und 21 Uhr hatte die Hamburger Feuerwehr 1.200 wetterbedingte Einsätze, das ist nach Aussagen des Feuerwehrsprechers rekordverdächtig.

Im Durchschnitt kommen solche Unwetter im Norden dreimal im Jahr vor

„Solche heftigen Unwetter sind im Norden eher selten, kommen im Durchschnitt dreimal im Jahr vor“, sagt Frank Böttcher, Chef des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg. „Meteorologisch betrachtet entstand das Unwetter, nachdem sehr feuchte Luft aus dem Süden von kalter Luft aus dem Westen, insbesondere aus Großbritannien, verdrängt wurde und in höhere Schichten aufstieg“, so Frank Böttcher weiter.

Unwetterlage noch nicht gebannt

Die Meteorologen des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation gehen davon aus, das sich das Wetter am Dienstag vorerst etwas beruhigt, lediglich im Nordosten kann es erneut zu kräftigen Schauern und Gewittern kommen. Am Mittwoch bekommt Deutschland erneut einen Schwall sehr feuchtwarmer Luft aus dem Süden. Dabei kann es verbreitet zu teils unwetterartigen Niederschlägen durch Schauer und Gewitter kommen.

 +++Dieser Artikel wurde erstellt von Kent Heinemann vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

     

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