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Freitag, 24. November 2017

Nachricht vom 17.05.2011 10:00 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Viel Sonne und zu wenig Niederschlag – Waldbrandgefahr mancherorts noch nicht gebannt

Der Monat Mai: Eine Halbzeitbilanz

Hamburg ? Der diesjährige Mai hat begonnen, wie normalerweise der April sein sollte: Die erste Maihälfte war geprägt von einer Nordwestwetterlage, die zu Beginn des Monats einzog und meist wechselhaftes, kühleres und unbeständigeres Wetter mitbrachte.

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Viel Sonne und wenig Regen gab es bisher im Mai. [Bildrechte: www.wetterspiegel.de] 

Die für Mai typischen Oswestwetterlagen gab es bereits im April

Die sonst für den Mai typischen Ostwetterlagen herrschten hingegen bereits im April, wodurch die ausgetrockneten Böden für die Landwirtschaft zunehmend problematisch wurden. Zwar führten die Niederschläge im Mai vielerorts zu einer Entspannung der Lage, in manchen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns jedoch herrscht nach wie vor hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr, da die Menge des Niederschlags auch in der ersten Maihälfte hinter denen des langjährigen Mittels zurück blieb.

Temperaturen im Mai

Insgesamt lagen die Temperaturen in der ersten Maihälfte im durchschnittlichen Bereich. Ausnahmen bilden der Südwesten Deutschlands und die Nordseeinseln. Die größte positive Abweichung meldete Trier mit einer Mitteltemperatur von 14,8 Grad (+2,2 Grad). Auch die Städte Saarbrücken und Konstanz hatten mit einer Mitteltemperatur von 14,1 (+1,6 Grad) und 14,6 Grad (+1,5 Grad) etwas höhere Temperaturen. 
Durch leicht erhöhte Wassertemperaturen, die auf den milden April zurückzuführen sind, verzeichneten die Nordseeinseln einen positiven Trend bei den Temperaturen. Besonders Helgoland sticht hierbei hervor: Die Insel meldete für die erste Maihälfte mit 11,1 Grad (+0,9 Grad) die größte positive Temperaturabweichung der Nordseeinseln. Die größten negativen Abweichungen haben Dresden mit 12,1 Grad (-1 Grad) und Straubing mit 12,3 Grad (-1 Grad) zu verzeichnen. Grund hierfür: Zwischen dem 3. und 5. Mai 2011 war es in beiden Städten deutlich kühler ? Straubing meldete 9 Grad, Dresden sogar nur 8 Grad als Tagesmaximum.

Niederschlag im Mai

Die erste Maihälfte war sehr trocken. Insgesamt hat es in allen Regionen im Vergleich zum langjährigen Mittel viel zu wenig geregnet. Für die Landwirte bedeutete dies teilweise einen Ernteverlust, beispielsweise bei Raps ? viel Angebautes ist verdorrt. Ausnahmen sind alpennahe Gebiete wie Straubing mit 46,6 (111 %) und Kempten mit 73,4 Litern Regen pro Quadratmeter (114 %). Der Grund: Am vergangenen Wochenende sind innerhalb von 36 Stunden im Süden Deutschlands bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Ganz anders sah es im Norden aus: Hier wurden im gleichen Zeitraum lediglich zwischen 5 und 10 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen.

Sonnenscheindauer im Mai

Trotz der Nordwestwetterlage und der Niederschläge schien die Sonne bis zum 15. Mai im Vergleich überdurchschnittlich viel. Dabei gab es kaum regionale Unterschiede. An der Spitze liegen die Region um Rostock/Arkona und Helgoland: Hier schien die Sonne in der ersten Monatshälfte bereits 169 Stunden (119 %) bzw. 168,3 Stunden (120 %). Die größte Abweichung verzeichnete Aachen mit 150,3 Stunden ? das entspricht einem Plus der Sonnenscheindauer von 28 Prozent. Der sonnigste Tag bisher war der 6. Mai ? im Mittel wurden in ganz Deutschland 13,5 Stunden Sonnenschein gemessen.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Janina Fein vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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