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Mittwoch, 20. September 2017

Nachricht vom 10.05.2011 13:18 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Politik soll erneuerbare Energien stärker fördern

Weltklimarat stellt neue Studie über Energiewandel vor

Ipcc Studie Mai2011 Klein
Erneuerbare Energien weltweit - laut IPCC möglich. [Bildrechte: IWK] 

Abu Dhabi - Bereits im Jahr 2050 könnten 77 Prozent aller Energie weltweit aus regenerativen Quellen stammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Weltklimarates (IPCC), die am Montag in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgestellt wurde.

Erneuerbare Energien sind wettbewerbsfähig

Nach Aussagen des Berichts sind bereits heute erneuerbare Energien wettbewerbsfähig - doch die Politik müsste sie stärker fördern. Für den IPCC steht fest, dass die Menschheit ihre Energie aus Windrädern, Biomasse und Sonnenstrahlen beziehen kann, wenn die Politik nur will.

Keine wissenschaftlichen Probleme, die Welt mit alternativen Energien zu versorgen

120 Forscher haben an dem 900 Seiten umfassenden ?Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation? mitgearbeitet. ?Der Report zeigt, dass es wissenschaftlich keine Probleme gibt, die Welt mit alternativen Energien zu versorgen?, sagte Mitautor Sven Teske von Greenpeace International. Auf diese Weise könne der Ausstoß von bis zu 560 Gigatonnen CO2 reduziert werden, was nötig sei, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Aber auch die Waldzerstörung müsse zurückgehen, die zu rund 20 Prozent zum Klimawandel beitrage.

Kosten für erneuerbare Energien: Ein Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts

Die Kosten für die erneuerbaren Energien werden laut IPCC nicht höher sein als ein Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts. Die künftigen Gewinne der erneuerbaren Energien würden momentan oftmals zu wenig in die Kalkulation einbezogen, so der Weltklimarat. Doch neben all diesen optimistischen Annahmen wird die Menschheit auch in 40 Jahren noch auf Kohle, Gas und Erdöl angewiesen sein. Den erneuerbaren Energien wird dabei aber ein Anteil von bis zu 77 Prozent zugetraut. Derzeit liegt dieser bei knapp 13 Prozent.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der IPPC-Studie:

·    Trotz Finanzkrise ist der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2009 gestiegen,
     bei der Windkraft um 30 Prozent, bei der Photovoltaik um 50 Prozent
·    Entwicklungsländer haben einen Anteil von 50 Prozent der globalen  
     Kapazitäten erneuerbarer Energien
·    Biomasse, die vor allem zum Heizen und Kochen verwendet wird, ist derzeit mit
     mehr als 10 Prozent die wichtigste erneuerbare Energie
·    Die Solarenergie liegt derzeit bei einem Prozent weltweit. Sie hat nach
     IPPC-Einschätzung das Potential, 2050 eine der Hauptenergiequellen der
     Menschheit zu sein
·    Die Windenergie liegt derzeit bei global zwei Prozent. Bis 2050 könnte sie 20
     Prozent erreichen
·    16 Prozent des weltweiten Stroms stammen aus Wasserkraft, der Anteil wird
     jedoch bis 2050 sinken, weil der globale Strombedarf weiter steigt
·    Mit Geothermie könnten 2050 drei Prozent des Stromes und fünf Prozent der
     benötigten Wärme erzeugt werden

Experten von der Umweltstiftung WWF bezeichneten den Report als ?Meilenstein auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbarer Energie?, weil er sowohl als auch ?die großen Herausforderungen und die noch viel größeren Chancen und Gewinne für alle Nationen durch erneuerbare Energien? herausgearbeitet hat.


+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Janina Fein vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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