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Samstag, 23. September 2017

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Wissenschaftler: Gletscherschmelze ist Vorbote des Klimawandels

Vatikan veröffentlicht Bericht zur Gletscherschmelze

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Weltweite Gletscherschmelze ist einer der Vorboten des Klimawandels. Bild:Archivmaterial. [Bildrechte: IWK] 

Potsdam - Der Vatikan hat einen Bericht zur weltweiten Gletscherschmelze veröffentlicht, in dem führende internationale Wissenschaftler eindringlich vor den Folgen des Klimawandels warnen. Der Report listet zahlreiche Fälle des Rückgangs von Gletschern auf ? in den Alpen ist bereits die Hälfte der Eismasse verschwunden, Tausende kleiner Gletscher im Himalayagebiet schrumpfen. Der Bericht ruft alle Nationen auf, ?unverzüglich effektive und gerechte Maßnahmen zur Verringerung der Ursachen und der Folgen des Klimawandels zu entwickeln und umzusetzen.?

Gletscherschmelze als Vorbote des Klimawandels

?Die Gletscherschmelze ist einer der großen Vorboten des Klimawandels, gewissermaßen die Schrift an der Wand?, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Mitglied der von der Pontifikal-Akademie der Wissenschaften berufenen Gruppe. Im Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC war im Zusammenhang mit den Gletschern im Himalaya bekanntlich ein Zahlendreher enthalten, der seitdem von Gegnern des Klimaschutzes für Attacken auf die gesamte Klimaforschung genutzt wird. ?Dadurch ist die Gletscherschmelze für Teile der Öffentlichkeit auf unsinnige Weise zu einem Thema geworden, das sie lieber ignoriert?, sagte Schellnhuber. Dass der Vatikan sich nun heute als Vertretung von weltweit 1,2 Milliarden Katholiken in ganz anderem Maße als früher mit dem Klimawandel, sei ?ein wichtiges Signal?.

Mischung aus globalen und regionalen Ursachen für die Gletscherschmelze

?Der Zerfall vieler kleiner Gletscher im Himalaya ist für mich besonders beunruhigend, weil diese Region als Wasserturm Asiens dient und weil sowohl Treibhausgase also auch Luftschadstoffe wie Ruß und Ozon zu dem Schmelzen beitragen?, erklärt Veerabhadran Ramanathan, Vorsitzender der 24-köpfigen Teams und Klimaforscher am Scripps Institut für Ozeanografie der University of California in San Diego. Die Forscher betonten, dass eine komplexe und noch intensiver zu erforschende Mischung aus globalen und regionalen Ursachen für die Gletscherschmelze verantwortlich sei ? neben den Treibhausgasemissionen selbst auch Ruß und Staub und damit zusammenhängende Veränderungen des Gehalts an Feuchtigkeit und Energie der Atmosphäre, so der Bericht. Dies alles zusammen führe zu einer bedeutenden Erwärmung in manchen Höhenlagen, nicht zuletzt im Himalaya.


Quelle: Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung

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