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Dienstag, 26. September 2017

Nachricht vom 05.05.2011 11:28 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Es wird sommerlich: Temperaturen bis 30 Grad

Update: Fünf Fragen zum Wochenendwetter

Sonne 1
Am Wochenende gibts wieder viel Sonne: Die Temperaturen steigen auf 22 bis 28 Grad. [Bildrechte: Peter Ray] 

Hamburg - Die fünf wichtigsten Fragen zum Wochenendwetter - beantwortet von der Wetterredaktion des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation: Frank Böttcher und Alexander Hübener, Dipl.-Met. Clemens Grohs und Kent Heinemann.


1. Wann bekommen die Landwirte in Norddeutschland Regen?
In den kommenden Tagen ist in Norddeutschland kaum mit Niederschlag zu rechnen. Bis zum Wochenbeginn wird es trocken bleiben. Die aktuellen Modellrechnungen deuten sogar auf eine Verlängerung der Trockenheit bis Ende kommender Woche hin, gleichwohl es für die zweite Wochenhälfte noch größere Unsicherheiten gibt. Damit bleiben die Belastung und die Folgen für die Landwirtschaft und die Ernte erhalten. Für die Landwirtschaft ist nun in stark zunehmendem Maße mit Ernteschäden zu rechnen. Auch die Waldbrandgefahr bleibt im Norden Deutschlands in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf höchster Gefahrenstufe.

2. Ist diese lang anhaltende Trockenheit eigentlich normal?
In den letzten Jahren ist die Zahl der sehr trockenen Frühjahre deutlich gestiegen. Vor allem der April sticht in den Daten hervor. Gab es im klimatologischen Mittel zwischen 1961 und 1990 in Kiel, Hannover und Hamburg im Monatsmittel etwa 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, so sind es in den letzten zehn Jahren bis einschließlich 2011 lediglich etwa 30 Liter pro Quadratmeter. Das bedeutet einen Rückgang von circa 40 Prozent ? und das ist deutlich signifikanter, als es die normale Varianz erwarten ließe. Damit zeichnet sich ein Trend ab, der deutlich häufiger Trockenheiten im Frühjahr in Norddeutschland erwarten lässt. Detailierte Zahlen erhalten Sie gerne auf Anfrage.

3. Wer bekommt den Sommer am Wochenende zu spüren?

Am Wochenende bekommen wir einen Vorgeschmack auf den Sommer. Die Temperaturen steigen in ganz Deutschland auf 22 bis 28 Grad. In Niedersachsen und am Oberrhein wird es dabei mit Werten bis knapp 30 Grad am heißesten. Auch am Muttertag (Sonntag) erwarten wir sommerliches Wetter mit Werten um 25 Grad. Erneut sind an diesem Tag die höchsten Werte in Niedersachsen und am Oberrhein mit Werten bis 28 Grad zu erwarten.

4. Kann man schon detaillierte Aussagen über das Sommerwetter machen?
Nein. Aussagen über den kommenden Sommer in detaillierte Form sind nicht möglich. Mit der Hamburger Erklärung haben sich auf dem 6. ExtremWetterKongress in diesem Jahr über 130 der führenden Meteorologen in Deutschland von den Diagnosen der Langzeitpropheten distanziert. Am Beispiel der langfristigen Modelle des Amerikanischen Wetterdienstes zeigt sich, welche Aussagen heute möglich sind. Sie finden diese Informationen für die Temperaturen frei verfügbar unter: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfs_fcst/images3/euT2mMon.gif. Diese Daten zeigen im Mittel aller Modellläufe für Juni und Juli Temperaturabweichungen von 0,5 bis 1 Grad für Deutschland. Die Streuung der Ergebnisse ist jedoch so hoch, dass diese Werte nur als eine von vielen Möglichkeiten angesehen werden können. Gleichzeitig könnten beide Monate den Modellen zu Folge im Norden trockener und im Süden Deutschlands feuchter als im Mittel ausfallen: http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfs_fcst/images3/euPrecMon.gif. Berücksichtigt man jedoch die natürliche Schwankung dieser Ergebnisse, so lassen sich diese Informationen nur als vagen Hinweis bewerten und keinesfalls als Prognose nutzen. Mit diesen Informationen sollte also niemand seinen Urlaub planen oder einen Standkorb kaufen.
 
5. Kommen die Eisheiligen nächste Woche nochmal?
Heute endet eine Kälteperiode, die die Meteorologen als ?vorgezogene Eisheilige? bezeichnen. Die Eisheiligen treten häufig nach den ersten großen Warmluftvorstößen des Jahres auf und können in Mitteleuropa häufig Nachfröste bringen. In diesem Jahr begann die sehr warme Phase deutlich früher als im klimatologischen Mittel. Das Institut für Wetter- und Klimakommunikation geht davon aus, dass die vergangenen kalten Tage und Nächte die vorgezogenen Eisheiligen waren. Für die kommende Woche rechnet das IWK mit milder bis warmer Witterung. Für die kalendarischen Tage der Eisheiligen ist aus heutiger Sicht kein Frostwetter zu erwarten.


+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Janina Fein vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation. +++

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