Mein Wetter 
 Europa  >  Deutschland  >
Samstag, 22. September 2018

Nachricht vom 23.12.2010 23:06 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Norddeutschland war viel kälter als der Süden

Eisiger Dezember 2010


Hamburg 23.12.2010 - Der Dezember ist zu zwei Dritteln vorbei und noch immer steigert sich vor allem in Norddeutschland die Abweichung der Temperaturen vom langjährigen Mittelwert. Der Dezember 2010 könnte in einigen Bereichen als einer der Kältesten seit Beginn der Messungen im Jahr 1876 eingehen, das würde selbst ein plötzlicher Warmlufteinbruch wie von amerikanischen GFS-Vorhersagemodellen für die letzten drei Tage des Jahres berechnet nichts mehr ändern. Im Durchschnitt wichen die Temperaturen in Deutschland in den ersten 22 Tagen des Dezembers um minus 3,98 Grad vom langjährigen Mittelwert ab. Auf einer Linie nördlich von Aachen bis Dresden liegen die Abweichungen dabei durchweg jenseits der minus 5,0 Grad bei einem gemessenen Temperaturmittelwert von minus 4,0 Grad. Am geringsten waren die Abweichungen vom Durchschnittswert in Konstanz am Bodensee, Kempten im Allgäu und Augsburg in Schwaben, wo es etwa 1,8 Grad kühler als sonst üblich war.

Reichlich Niederschlag im Süden - ungewohnt viel Sonne im Norden

Umgekehrt verhielt sich in den ersten drei Wochen des Dezember bei den Niederschlägen. Im Süden kamen erheblich größere Mengen des kühlen Nass herunter, oft in Form von Schnee aber auch reichlich Regen. Südlich des Mains kamen durchweg mehr Niederschläge herunter als im Durchschnitt der Jahre 1961-1990, Rekordhalter hier ist bislang Konstanz mit 204 % was 116,1 Liter auf den Quadratmeter ausmacht. Aber auch Augsburg mit 206 % entsprechend 88,3 Litern pro Quadratmeter kann sich sehen lassen. Der Fichtelberg im Erzgebirge bekam am meisten Niederschlag ab mit 184,5 Litern Wasser pro Quadratmeter, was 176 % der langjährigen Niederschlagsmenge ausmacht. Da es gleichzeitig im Norden viel zu trocken war, Hamburg bekam mit 33 % (24,1 l/m²) gerade mal ein Drittel seiner üblichen Niederschlagsmenge ab, Schleswig 40 % (34,8 l/m²) und Bremen 49 % (29,7 l/m²), konnte bundesweit gesehen das langjährige Mittel von 103 % als durchschnittlichen Gesamtniederschlagsmenge nahezu konstant gehalten werden. Prägend für die ersten drei Wochen war die immer noch aktuelle Luftmassengrenze die quer über Deutschland lag bzw. liegt und nur geringfügig mal nach Norden oder Süden auswich. Die dadurch mehrfach aus Süden einströmende Warmluft hat dabei für reichlich Niederschlag gesorgt, während der Norden meistens von der trockenen Kaltluft aus nordöstlichen Gefilden beeinflusst wurde. Folgerichtig haben die Nordlichter die Sonne wesentlich mehr erleben können als die Süddeutschen, obwohl die Tageslichtphasen dort wesentlich kürzer waren aufgrund der nahen Wintersonnenwende. Im Ergebnis lässt sich sagen, dass obwohl in Kempten die Sonne insgesamt am längsten schien mit 36,7 Stunden, macht dies gerade mal 50 % des dort üblichen Mittelwertes aus. Die Hamburger, Bremer und Schleswiger hatten zwar etwas weniger tatsächliche Sonnenstunden, mit dem annähernden Erreichen des Mittelwertes (94%) können sie sich dennoch als Gewinner des Platzes an der Sonne fühlen.


Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Diese Seite zu Google-Lesezeichen hinzuf�gen Diese Seite zu del.icio.us hinzuf�gen Diese Seite zu LinkArena hinzuf�gen oneview - das merk ich mir!
Diese Seite gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf einen der nebenstehenden Buttons, um Sie zu Ihren bevorzugten Favoritenseite hinzuzufügen.
Wetterspiegel Alle auf dieser Site zur Verfügung gestellten Informationen sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
Bitte beachten Sie auch unser Impressum und unsere AGB.