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Freitag, 27. April 2018

Nachricht vom 15.12.2010 08:37 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Schneefälle, Sturm und -25 Grad

Arktische Kälte in den Alpen

Kaelte Alpen
Modell des amerikanischen Wetterdienstes. Tiefstwerte für Samstag den 18.12 2010 für den Alpenraum und Süddeutschland. [Bildrechte: www.wetterzentrale.de] 

Salzburg ? Die zweite Kältewelle dieses Winters hat die Alpen voll getroffen. Seit Montag ist es schrittweise kälter geworden und nun gibt es in den Tälern mäßigen Dauerfrost. An der Alpennordseite kommt es immer wieder zu Schneefällen. Besonders in den Staulagen zwischen Bregenz und dem Wienerwald schneit es stellenweise intensiv. Durch den lebhaften bis stürmischen Nordwestwind kommt es vor allem in den Bergen und Teilen des Flachlands zu erheblichen Schneeverwehungen. Seit Dienstagabend sind  an der Nordseite der Alpen verbreitet zwischen 10 und 35cm Neuschnee dazugekommen. In den Hochlagen der Nordalpen liegen nun ab 2000 Metern Höhe rund ein bis zwei Meter Schnee. Aber auch in den Tälern hat sich eine mächtige Schneedecke bilden können. Im niederösterreichischem Lunz am See (615m) liegen 93cm Schnee. Des Weiteren ist es im Hochgebirge arktisch kalt. Der Hohe Sonnblick (3109m) meldete am Mittwoch in der Früh ? 25,6 Grad und zugleich Sturmspitzen aus Nordost mit bis zu 80 km/h. Bei solchen Witterungsbedingungen besteht schon nach wenigen Minuten erhöhte Erfrierungsgefahr. Besonders in den kommenden Tagen kann es in sternenklaren Nächten empfindlich kalt werden. In windgeschützten Tälern und in höheren Muldenlagen sind Tiefstwerte zwischen -17 und -26 Grad möglich. Aber auch im Flachland wird es verbreitet Tiefstwerte unter minus 10 Grad geben. Grund für diese zweite massive Kältewelle ist eine lebhafte Nordströmung mit der permanent arktische Kaltluft aus den Polargebieten nach Mitteleuropa transportiert wird. Bis zum kommenden Wochenende bleibt uns diese tiefwinterliche Wetterlage erhalten. Was ab dem 20.12 2010 passiert weiß man noch nicht wirklich. Zwischen Dauerfrost und deutlicher Milderung ist alles möglich.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Clemens Grohs vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation+++.

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