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Freitag, 19. Oktober 2018

Nachricht vom 19.11.2010 15:13 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Sonnen schien zu selten

Der November 2010 fing deutlich zu warm an


Hamburg- Das Wetter in den ersten achtzehn Tagen des Novembers 2010 zeichneten sich in Deutschland dadurch aus, dass es viel zu warm, zu nass und mit viel zu wenig Sonne vom langjährigen Mittel (1960-1991) abwich. Die gemessene mittlere Temperatur lag in ganz Deutschland in diesem Zeitraum bei 7,55 Grad und ergab in der statistischen Auswertung eine Abweichung von + 3,59 Grad. Besonders in der ersten Novemberwoche und am Wochenende um den 14.November hat es jeder erleben können, dass Höchstwerte von über 20 Grad vor allem im Süden der Republik die Leute eher an Frühling als an Herbst erinnerten. Auch die Nachttemperaturen lagen zeitweise im Bereich wie sie sonst im Juni zu erwarten sind. Im Mittel ist die Temperatur im November 2010 in Frankfurt am Main mit + 5,2 Grad und im Raum Rheinstetten im Badischen mit + 5,1 Grad am stärksten vom langjährigen Mittelwert abgewichen. Im gesamten Bereich südlich der Mainlinie wurden Abweichungen von +4 Grad bis +5 Grad vermeldet, in den Neuen Bundesländern im Osten immer noch zwischen +3,2 Grad bis +4 Grad. Die warme Luft aus der Mittelmeerregion erreichte hingegen Norddeutschland und die Küstengebiete weniger intensiv, so dass dort die Abweichungen mit +1 bis +3 Grad über dem Mittelwert nicht ganz so markant ausfielen.

Deutlich mehr Niederschlag vor allem im Osten

Mit 107 % Niederschlagsmenge gemessen am langjährigen Mittel war der November 2010 bisher zu nass. Vor allem der Starkregen in NRW am Wochenende um den 12./13.November hat dort für erhebliche Regenmengen gesorgt, wie das Institut für Wetter- und Klimakommunikation bereits berichtet hat. Auch der gesamt Osten Deutschlands war von einigen umfangreichen Tiefdruckgebieten betroffen, die insgesamt den nassen Eindruck hinterließen und sich in der Statistik wiederfinden. Ganz im Gegensatz dazu hat der Osten Bayerns sehr wenig Niederschlag abbekommen, gerade mal 23 % des langjährigen Mittels fielen in Straubing in Niederbayern. Auch Baden-Württemberg hatte erheblich weniger Niederschlag als in normalen Novembermonaten, diese Tatsache ist vor allem den wiederholten Föhnwetterlagen zuzuschreiben, die nördlich des Alpenkamms für Wärme und Trockenheit sorgten.

Sonne in Schwaben, Niederbayern und Schleswig

Bei der Sonnenscheindauer schneidet der November 2010 erheblich schlechter ab als im Durchschnitt seiner Vorgängerjahre. Augsburg im bayerischen Schwaben konnte mit 51,3 Sonnenstunden bislang den besten Wert erreichen was 82 % des langjährigen Mittels ausmachte. Straubing in Niederbayern konnte mit 83 % einen noch etwas besseren Prozentwert erzielen, in tatsächlichen Sonnenstunden ausgedrückt macht das aber gerade mal 39,4 Stunden aus. Schleswig ganz im Norden Deutschlands konnte da mit 74 % entsprechend 37,7 Stunden gerade noch mithalten. Der Großteil Deutschlands fand sich hingegen oftmals hinter dichtem Novembergrau wieder. Besonders betroffen waren die beiden Landeshauptstädte Düsseldorf am Rhein und Hannover, die beide gerade mal 13 % des langjährigen Mittels bei der Sonnenscheindauer erreichten. Mit nur 6,5 Sonnenstunden war Hannover nicht gerade vom Sonnenlicht verwöhnt. Insgesamt erreichte der November 2010 in Deutschland nur 46 % der durchschnittlichen Sonnenscheindauer verglichen mit dem langjährigen Mittel der Jahre 1960-1991 was Photovoltaik-Anlagenbetreiber betrüben und Sonnenstudios erfreuen dürfte.

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