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Dienstag, 17. Juli 2018

Nachricht vom 21.09.2010 13:10 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Bestehende Bebauung stellt Planer vor große Schwierigkeiten

Stadtplanung im Zeichen des Klimawandels

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Solaranlagen als Energiespender [Bildrechte: wetterspiegel.de] 


Bonn/Stuttgart ? Mit dem Klimawandel kommen gerade auf die Ballungsräume große Veränderungen zu. So sollen nach Ansicht führender Wissenschaftler die Starkregenereignisse zunehmen und gleichzeitig die Tage mit besonders hohen Temperaturen. Auf der Tagung der Meteorologischen Gesellschaftern Deutschland, der Schweiz und Österreichs in Bonn diskutieren Wissenschaftler die zu erwartenden Änderungen mit Stadtplanern. Rainer Kapp vom Amt für Umweltschutz in Stuttgart sieht für die Städte die Notwenigkeit der Anpassung. Doch trifft diese Sichtweise im Alltag auf die Realität der Stadtplanung. Aus Sicht von Rainer Kapp ?geht es heute um die Sanierung an Stelle von Neubauten. Wir werden die Stadt nicht völlig neu bauen können, auch wenn wir dieses eigentlich machen müssten.? Die heute in den Ballungsräumen gewachsenen Strukturen und Versieglungen durch große Gebäude sind nur auf sehr langen Zeitskalen veränderbar. So wird es aus Sicht von Kapp in Stuttgart bei der Sanierung von Gebäuden sowohl auf Fragen der Regulierung des Hitzeeintrags und der Verschattung ankommen, als auch auf Fragen der Kombination von Dachbegrünung und solarer Energienutzung. ?Bei Neubauten gibt es die Chance hier Maßstäbe zu setzten?, so Kapp. Die Stadtplanung bewegt sich heute auch in einem Wettstreit aus lokalen Maßnahmen ? wie der Planung einzelner Gebäude - und der Notwenigkeit regionaler Maßnahmen, wie das Planen und Umsetzten großer Grünflächen zur Stadtbelüftung. Doch die Erkenntnis wächst, dass wir für die Anpassung der Ballungsräume an den Klimawandel länger brauchen könnten, als der Klimawandel voran schreitet. ?Die Freiheiten innerhalb der bestehenden Bebauung sind doch sehr gering?, weiß Kapp aus der Praxis zu berichten. Dass diese Maßnahmen nötig sind, daran zweifeln die Wissenschaftler auf der Tagung nicht. Die Hitzebelastung in den Ballungsräumen führt nachweislich zu körperlichen Beeinträchtigungen. Im Hitzesommer 2003 starben in Paris in Folge der Hitze nach Informationen des Französischen Wetterdienstes fast 300 Menschen.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Frank  Böttcher vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation+++

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