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Mittwoch, 20. September 2017

Nachricht vom 30.12.2009 10:54 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Schnee, Eisregen, Tauwetter - Berichte von der Luftmassengrenze

Topdown Ice
Niederschlagsarten und Temperaturschichtung. Aus Schnee wird Regen und am Boden schließlich Eisregen. [Bildrechte: www.meted.ucar.edu] 

Wie erwartet hat sich über dem Norden Deutschlands eine markante Wetterlage eingestellt, die teilweise auf engstem Raum für sehr unterschiedliches Wetter sorgt.

Deutschlandweit gesehen war in der Nacht zum Mittwoch vom Winter bis hin zu fast schon frühlingshaft milder Luft alles dabei. Mitten in der Nacht lag die Temperatur in Freiburg im Breisgau zum Beispiel bei knapp 13 Grad plus. Dagegen wehte in Mecklenburg-Vorpommern bei -3 Grad ein kalter Ostwind.

Die Nullgradgrenze verlief am Mittwochmorgen etwa auf einer Linie Osnabrück-Harz-Cottbus und wird sich bis Silvester zunächst nur wenig verlagern. In diesem Übergangsbereich zur kälteren Luft gab es in den letzten Stunden sowohl Schneefall als auch Eisregen - auch gefrierender Regen genannt - und vielerorts waren Straßen und Wege sehr glatt.

Gefrierender Regen tritt auf, wenn sich bodennah kalte Luft hält, während in einigen 100 bis 1000 Metern Höhe bereits Temperaturen über null Grad herrschen. Wie auf der Grafik dargestellt , taut der fallende Schnee also teilweise oder völlig und gelangt dann als Regen oder als Eiskorn in die bodennahe Kaltluft und gefriert bei Kontakt mit Bäumen, Stromleitungen, Autos und Straßen sofort zu Eis. Je nachdem, wie warm die obere Luftschicht ist, gibt es eine Mischung aus Schnee und Eiskörnern, nur Eiskörner oder nur gefrierenden Regen, die Übergänge finden jedoch zum Teil auf engstem Raum statt.

Auch in den nächsten Stunden bis zum Jahreswechsel muss man sich in Teilen Norddeutschlands auf Schneefall und in einem schmalen Bereich an der Südseite der Luftmassengrenze auch auf Eisregen einstellen. Bis Neujahr sind gebietsweise 10 bis 25 Zentimeter Neuschnee möglich.

Im Süden Deutschlands setzt sich das winterliche Wetter erst zum Wochenende richtig durch, bis dahin bleibt es noch mild und teilweise nass.

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Lars Lowinski vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) +++

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