Mein Wetter 
 Europa  >  Deutschland  >
Dienstag, 26. September 2017

Nachricht vom 20.12.2009 16:30 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Viel Neuschnee in Benelux und Westdeutschland - erste Kältetote

Schnee und eisige Kälte in weiten Teilen Mitteleuropas

Snapshotsaar
Schnee, Wind und Kälte - wie hier in Saarbrücken am Sonntagnachmittag. [Bildrechte: www.svsbr.de] 

Wenige Tage vor Weihnachten hat der Winter weite Regionen Mitteleuropas fest im Griff. Die eisige Luft aus Russland hat sich bereits am Freitagnachmittag von Polen her bemerkbar gemacht, als die Temperaturen noch weit vor dem Abend deutlich unter -10 Grad absackten. Seitdem hat es hier und da sogar für Rekorde gereicht.

Die Nacht von Freitag auf Samstag brachte in Teilen Deutschlands bereits Tiefstwerte zwischen -15 und -20 Grad, auf den Bergen wurde es noch eisiger. So wurden auf dem 1142 Meter hohen Brocken im Harz gar -21,7 Grad gemessen. Auch in der letzten Nacht reichte es wieder für einige, sogenannte Dekadenrekorde, d.h. im Zeitraum vom 11. bis zum 20.12 war es an einigen Orten im Land seit Beginn der Aufzeichnungen noch nicht so kalt wie jetzt.

So zeigte das Thermometer am Sonntagmorgen z.B. in Greifswald an der Ostsee -16,1 Grad, der absolute Dezemberrekord liegt bei -17,4 Grad (gemessen im Dezember 1981). Im westfälischen Bad Lippspringe fror man bei -18,7 Grad (Rekord aus dem Dezember 1973 wurde eingestellt) und in Gera bei -19,6 Grad (Rekord gemessen im Dezember 1981 mit -24,8 Grad.

Bislang gab es in Deutschland zwei Kältetote, in Polen sind nach dortigen Medienangaben bereits 15 Menschen erfroren, häufig handelt es sich dabei um Obdachlose.

Zu der eisigen Luftmasse gesellte sich auch am Sonntag teilweise wieder Schnee. Ein Schneefallgebiet erreichte den Westen Deutschlands von Benelux her. Dort gab es bereits am späten Vormittag Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr, auf den Flughäfen Brüssel und Amsterdam fielen viele Flüge aus. Dichtes Schneetreiben und starker Wind führten kurz darauf auch in der Westhälfte unseres Landes zu Problemen. Die Flughäfen Düsseldorf und Niederrhein/Weetze mussten sogar geschlossen werden.

Am späten Nachmittag wurden aus weiten Teilen der Niederlande, aus Belgien und NRW Schneehöhen zwischen 8 und 20, lokal sogar bis 30 Zentimeter gemeldet. Oft gab es durch den kräftigen Wind zudem Schneeverwehungen.

Die Schneezone verlagerte sich am frühen Abend weiter Richtung Schleswig-Holstein, Hamburg, das östliche Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg.  

+++ Dieser Artikel wurde erstellt von Lars Lowinski vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) +++

Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Diese Seite zu Google-Lesezeichen hinzuf�gen Diese Seite zu del.icio.us hinzuf�gen Diese Seite zu LinkArena hinzuf�gen oneview - das merk ich mir!
Diese Seite gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf einen der nebenstehenden Buttons, um Sie zu Ihren bevorzugten Favoritenseite hinzuzufügen.
Wetterspiegel Alle auf dieser Site zur Verfügung gestellten Informationen sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
Bitte beachten Sie auch unser Impressum und unsere AGB.