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Dienstag, 21. November 2017

Nachricht vom 26.04.2004 00:24 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Konferenz schliddert knapp an einer Blamage vorbei

Schwere Geburt in Marrakesch

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Marrakesch/Frankfurt a.M. - (Pressemitteilung von WWF) In der Nacht zum Samstag erzielten die Delegationen auf dem Klimagipfel (CoP7) in Marrakesch mit Verspätung eine Einigung. Nach knapp zweiwöchigen zähen Detailverhandlungen brachten die zuständigen Minister aus rund 160 Ländern schließlich, ein ratifizierungsfähiges Klimaschutz-Protokoll unter Dach und Fach. "Es ist gelungen, den K(r)ampf ums Kleingedruckte zu einem halbwegs glücklichen Ende zu führen", fasst Regine Günther vom WWF den Gipfel zusammen. "Die Delegationen haben ihr Pflichtprogramm mit Hängen und Würgen absolviert. Alles andere wäre nicht nur ein Armutszeugnis, sondern auch eine Bankrotterklärung für grenzübergreifende Politik gewesen." Vor allem Australien, Kanada, Japan und Russland haben lange eine Einigung blockiert. Nachdem man sich frühzeitig auf eine Umsetzungskontrolle geeinigt hatte, die Strafen vorsieht, falls Länder ihr Klimaziel verfehlen, stritt man sich bis tief in die Nacht über Bedingungen für einen Emissionshandel und die Anrechnung von so genannten Kohlenstoffdioxidsenken. Nachdem man Russland hier weitere Zugeständnisse gemacht hatte, stimmten die Bremser schließlich zu. Der WWF ist unzufrieden, dass es nicht gelungen sei, klare Rahmenbedingungen für Senkenprojekte im Rahmen des so genannten Clean Development Mechanism abzustecken. Aber immerhin sei der Weg frei für einen internationalen Kohlenstoffmarkt. "Wir können versuchen, die Marktkräfte zu nutzen, um den Ausstoß der Treibhausgase zu begrenzen", erläutert Regine Günther. Alles in Allem ist man beim WWF froh , dass der Ratifizierung des Klimavertrags bis zum Erdgipfel in Johannesburg im September 2002 jetzt nichts mehr im Wege stehe. Es gebe keinen Vorwand mehr, die Ratifizierung des Protokolls länger hinauszuschieben. Mit dem Kompromiss wurde die Architektur geschaffen, um dem Klimawandel international abgestimmt zu begegnen. Jetzt komme es darauf an, anspruchsvollen Zielsetzungen zu verabschieden. Der Klimawandel sei eine der wichtigsten Herausforderungen des Jahrhundert und werde die internationale Staatengemeinschaft noch Generationen beschäftigen.

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