Mein Wetter 
 Europa  >  Deutschland  >
Montag, 25. September 2017

Nachricht vom 26.04.2004 00:26 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Böen über 180 km/h - Sturmflut in Hamburg übertraf die von 1962

Schwere Schäden durch den Orkan

Hamburg - Das Orkantief ANATOL peitscht mit Windgeschwindigkeiten bis über 180 Stundenkilometer zur Zeit über Norddeutschland, Dänemark und Südschweden hinweg. Das Hauptwindfeld hat den Hamburger Raum inzwischen verlassen und den Nordosten Deutschlands erreicht. Es richtete schwere Schäden an. Das Hochwasser in Hamburg hat gegen 01:00 Uhr früh seinen Scheitelpunkt überschritten. Bericht: "Ich komme eben direkt aus dem Hafengebiet. Es ist weiträumig abgesperrt. Der Wasserstand hat mit einer Höhe von 5,86 Metern über Normal Null die Marke der verheerenden Sturmflut von 1962 um 14cm übertroffen. Die Deiche halten. Sie sind vor Jahren auf 7 Meter 20 erhöht worden und halten zur Stunde dem Wasser stand." Graupelschauer mit Blitz und Donner fegen über eine gespentische Szenerie. Lampen schaukeln an schwankenden Baukränen im Hafen, überall sind Polizeikräfte im Einsatz. Mit nun wieder sinkenden Pegeln ist beginnt sich die Lage in Hamburg wieder zu entspannen. Noch gegen 21 Uhr waren im ganzen Hafengebiet Lautsprecherwagen der Polizei unterwegs, um die Bevölkerung vor dem auflaufenden Hochwasser zu warnen. "Hier in der Hansestadt sind zahlreiche Bäume umgestürzt, Dachpfannen flogen durch die Straßen. 1500 Besucher des Musicals im Freihafen wurden in höher gelegene Gebiete evakuiert." Ein noch weitaus dramatischeres Bild zeichnet sich in Dänemark ab: Hier sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Dramatische Rettungsaktionen gab es in der Nacht auf der Insel Romö, nördlich von Sylt. Hier waren zahlreiche Menschen vor dem steigenden Wasser auf die Dächer geflüchtet und mussten mit Hubschraubern evakuiert werden. Vor Sylt ist ein Frachter in Seenot geraten. Wasser ist in das Schiff eingedrungen und hat die Maschinen lahmgelegt. Per Hubschrauber wurden in der Nacht Pumpen an Bord gebracht, die zur Stunde in Gang gesetzt werden. Der Hubschrauber bleibt an Bord um die Mannschaft notfalls in Sicherheit zu bringen. Vor dem nördlichen Jütland treibt ein Frachter mit Maschinenschaden in Seenot. Der Frachter versuchte in der Nacht Anker zu werfen, um nicht an die Küste getrieben zu werden. Ob das gelungen ist, ist noch nicht bekannt. Mit bis zu 50 m/s, das entspricht 180km/h und Windstärke 12 (im Vergelich zu einem Hurrican: Stärke T2 ) ist der Orkan über die Nordsee gefegt und sogar das dänische Esbjerg hatte mit 172km/h einen der schlimmsten Orkane in der Geschichte der Stadt. Meldungen über den Umfang der Schäden und mögliche Opfer liegen bisher noch nicht vor. In Hamburg erreichten die Böen am Nachmittag 105km/h (Windstärke 11). In diesen Minuten tobt der Sturm über Rostock. Hier wird von schweren Schäden berichtet. Der Orkan habe Straßenlaternen und Ampeln umgeknickt, Dächer abgedeckt und Baugerüste umgestürzt. "Puh, was für eine Nacht." Die Ostsee vor Lübeck und Kiel führt wegen des Westorkans extremes Niedrigwasser. Morgen werden die Wassermassen aus der östlichen Ostsee wieder zurückschwappen. Soweit die Meldungen. FB

Diese Seite zu Mister Wong hinzuf�gen Diese Seite zu Google-Lesezeichen hinzuf�gen Diese Seite zu del.icio.us hinzuf�gen Diese Seite zu LinkArena hinzuf�gen oneview - das merk ich mir!
Diese Seite gefällt Ihnen?
Klicken Sie auf einen der nebenstehenden Buttons, um Sie zu Ihren bevorzugten Favoritenseite hinzuzufügen.
Wetterspiegel Alle auf dieser Site zur Verfügung gestellten Informationen sind urheberrechtlich
geschützt und dürfen ohne schriftliche Genehmigung nicht weiterverwendet werden.
Bitte beachten Sie auch unser Impressum und unsere AGB.