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Montag, 25. September 2017

Nachricht vom 26.04.2004 00:26 Wetterspiegel auf Twitter folgen.

Pressemitteilung im Originaltext. Herausgeber: Greenpeace

Zu Weihnachten Wasserschlacht im Südpolarmeer

Hamburg - Im Südpolarmeer geht der Kampf von Greenpeace-Aktivisten gegen das Töten von Minkewalen durch japanische Walfänger weiter. Am Wochenende versuchten die Umweltschützer von Schlauchbooten aus erneut zu verhindern, dass Wale harpuniert und an Bord der japanischen Walfangschiffe gezogen werden... Von Bord des Greenpeace-Schiffes "Arctic Sunrise" aus ließen die Aktivisten zwei Schlauchboote ins Wasser und versuchten, zwischen die Harpune des Fangschiffes "Yushin Maru" und den Walen zu gelangen. Als zwei getötete Wale vom Fangschiff auf das Mutterschiff "Nisshin Maru" gezogen werden sollten, hängte sich der niederländische Greenpeacer Frank Kamp kurzzeitig an die Schwanzflosse eines der rund 10 Tonnen schweren Tiere, konnte den Abtransport aber nicht verhindern. Während der Aktion wurden die Umweltschützer von der japanischen Besatzung pausenlos mit Wasserkanonen beschossen. "Wir werden das Töten von Walen im Walschutzgebiet behindern, wo wir nur können. Was die Japaner hier draußen weit ab von jeder Öffentlichkeit betreiben, ist ein klarer Rechtsbruch und eine Riesensauerei dazu", sagt Greenpeace-Meeresexperte Dr. Ralf Sonntag. Seit 1994 ist der Walfang im Antarktischen Schutzgebiet international verboten. Dennoch wollen japanische Walfänger jetzt wieder 440 Zwergwale unter dem Vorwand wissenschaftlicher Forschung töten, um das Fleisch anschließend teuer zu verkaufen. Seit nunmehr sechs Tagen verfolgt die Crew der "Arctic Sunrise" die beiden Walfangschiffe in den eisigen Gewässern des Südpolarmeeres um den 60 östlichen Breitengrad. Am Dienstag war es zu einem ernsten Zwischenfall gekommen: Um die "Arctic Sunrise" endültig abzuschütteln, hatte die "Nisshin Maru" das nicht einmal halb so große Greenpeace-Schiff bei einem Manöver gerammt und beschädigt. Das Wetter kam den Umweltschützern in den folgenden Tagen zu Hilfe, als dichter Nebel und Seegang die Waljagd verhinderten. Als das Wetter sich am Wochenende besserte und die Walfänger die Jagd wieder aufnahmen, startete Greenpeace die Aktion. Minke- oder Zwergwale sind die einzigen Wale, die in der Antarktis noch gejagt werden, nachdem alle anderen Walarten durch die starke Bejagung der letzten Jahrzehnte fast verschwunden sind. Die Minkewale, die als Einzelgänger oder in kleinen, lockeren Gruppen leben, werden bis zu zehn Meter lang und halten sich im antarktischen Sommer (unser Winter) im Südpolarmeer auf, um sich einen Speckgürtel anzufressen. Für sie gilt seit 1986 ein absolutes Handelsverbot, trotzdem werden sie von Japanern und Norwegern seit Jahren illegal gejagt. Greenpeace fordert Bundesaußenminister Joschka Fischer auf, bei der japanischen Regierung offiziell gegen den illegalen Walfang im Südpolarmeer zu protestieren.

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